Malente – Straßenverkehrsgefährdung und verbotenes Fahrzeugrennen enden mit Blutprobe und Widerstandsanzeige

Lübeck (ots) Am Freitagabend (16. Februar 2024) wurden die Beamten des Polizeireviers Eutin während ihrer Streifenfahrt in Benz auf ein weißes Wohnmobil aufmerksam. Die Polizisten entschlossen sich, das Fahrzeug zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle anzuhalten. Der Ostholsteiner flüchtete, gefährdete den Straßenverkehr und leistete Widerstand. In diesem Zusammenhang werden weitere Verkehrsteilnehmer gesucht, die durch das Fahrverhalten des Wohnmobilfahrers gefährdet wurden.

Am 16.02.2024 um 23.30 Uhr befuhr eine Funkstreifenbesatzung des Polizeireviers Eutin die Kreisstraße 1 der Gemeinde Malente von Nüchel kommend in Richtung Benz. Am dortigen Ortseingang bemerkten die Kollegen einen weißen Daimler-Benz, der ihnen entgegenfuhr. Die Streifenwagenbesatzung wendete ihren Dienstwagen und entschloss sich, den Verkehrsteilnehmer zu einer Kontrolle anzuhalten. Die Geschwindigkeit des Wohnmobils wurde umgehend erhöht. Der Ostholsteiner reagierte weder auf Blaulicht noch auf Anhalte Signale.

Es begann eine Verfolgungsfahrt nach Nüchel, über Sielbeck auf die Kellerseestraße, auf die L174 in Richtung Malente. Bereits kurz vor Sielbeck (zwischen Sielbecker Moor und Sielbeck), in der Kellerseestraße (L163) wurden durch das Abkommen des Wohnmobilfahrers nach links zwei entgegenkommende PKW gefährdet. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, mussten diese ihre Fahrzeuge stark abbremsen. Von der L174 fuhr der Ostholsteiner weiter nach rechts auf die Rövkampallee, von dort bog er nach rechts in Richtung Straße Am Hängebargshorst ab. Die Ortschaft Krummsee wurde weiterhin mit überhöhter Geschwindigkeit befahren, bis das Fahrzeug über den Schwonauer Weg die Ortschaft Benz erreichte. Von dort aus ging es wieder zurück über die Straße Sielbecker Moor in Richtung Kellerseestraße und weiter in Richtung Nüchel. Kurz vor der Ortschaft schlossen das Wohnmobil und der Funkstreifenwagen auf einen unbeteiligten dunklen PKW auf. Vor einer unübersichtlichen Rechtskurve entschloss sich der Fahrer des Daimlers dazu, den PKW zu überholen. Dieser musste stark abbremsen, stoppte letztendlich am rechten Fahrbahnrand. Dadurch gelang es auch den Polizisten zu überholen, um weiter dem tatverdächtigen Fahrzeug hinterherfahren zu können. Über die Kreisstraße 1 wurde die Ortschaft Benz angefahren. Der dortige Bauernhof wurde von dem Wohnmobil mehrfach umfahren, bis der Ostholsteiner letzten Endes über den gegenüberliegenden Feldweg, auf dem Acker zum Stehen kam.

Die Polizisten verließen den Funkstreifenwagen und gingen in Richtung Wohnmobil, als der Fahrer plötzlich aus dem Fahrerraum sprang und versuchte wegzulaufen. Die Person konnte durch die Beamten ergriffen werden. Dabei schlug der Flüchtige wild um sich und leistete Widerstand. Aus diesem Grund mussten ihm Handfesseln angelegt werden. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab um 23.40 Uhr einen vorläufigen Wert von 0,83 Promille. Zudem erhielten die Beamten Hinweise auf einen Drogenkonsum beim Fahrzeugführer. Die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet.

Während der Blutprobe im Krankenhaus unternahm der Beschuldigte einen weiteren Fluchtversuch. Mittels einfacher körperlicher Gewalt konnte der 30-Jährige erneut unter Kontrolle gebracht und ihm Handfesseln angelegt werden. Nach Beendigung der Blutprobe wurde der Beschuldigte entlassen.

Gegen den 30-jährigen Ostholsteiner wird wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Straßengefährdung und des Widerstandes ermittelt. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Die Beamten des Polizeireviers Eutin bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Insbesondere werden die oben benannten Fahrzeugführer der gefährdeten PKW gesucht, die durch das Fahrverhalten des Beschuldigten gefährdet wurden oder Personen, die sonstige sachdienliche Angaben machen können. Hinweise und Zeugenaussagen richten Sie bitte an die Polizei in Eutin 04521-8010.