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Märchenhafte Schlösser und stattliche Herrenhäuser

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Kiel. Schleswig-Holsteins Geschichte(n) auf der Spur: Im Binnenland des echten Nordens können sich Interessierte auf eine historische Reise begeben. In wunderschönen Schlössern, stattlichen Herrenhäusern und imposanten Gütern residierten und regierten in den vergangenen Jahrhunderten Herzöge, Grafen, Fürsten und ab und zu auch Könige. Viele der Anwesen öffnen heute ihre Tore für Besucher, die eingeladen sind, auf den Spuren der einstigen Bewohner zu wandeln.

Schloss Gottorf bietet faszinierende Reise durch die Region

Das Schloss Gottorf ist eines der bedeutendsten Bauwerke in Schleswig-Holstein. Das Schloss wurde im 12. Jahrhundert errichtet und diente als Residenz für die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Diese Herzöge spielten eine wichtige Rolle in der Geschichte der Region. Heute befinden sich im Schloss die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen für Kunst und Archäologie. Zu den berühmtesten Ausstellungsstücken zählen die Moorleichen in der Eiszeit-Ausstellung und das Nydamboot.

Schloss Bad Bramstedt mit Torhaus

Im Verlauf der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlangte das Anwesen Bramstedt den Status eines adligen Guts. Das Gebäude entstand zwischen 1631 und 1647 als Eingangstor für das dahinterliegende Schloss. Aufgrund seines baulichen Zustands wurde das Schloss später abgerissen, während das Torhaus am Bleeck zu einem beeindruckenden Wohnsitz umgestaltet wurde. Regelmäßige öffentliche Stadtführungen starten direkt am Schloss.

H errenhaus Borstel mit Landschaftsgarten

Das Anwesen Borstel befindet sich 13 Kilometer südlich von Bad Segeberg. Das ehemalige Herrenhaus des adligen Guts Borstel zeichnet sich als eines der wenigen Rokokobauten im Land aus. Es ist heutzutage im Besitz des Forschungszentrums Borstel. Der Barockgarten gehörte einst zu den bedeutendsten Anlagen dieser Art in Schleswig-Holstein und ist heute als Natur- und Kulturdenkmal für Besucher zugänglich, im Herrenhaus finden Konzerte statt.

Eventlocation Gut Pronstorf

Das Gut Pronstorf erstreckt sich entlang des Wardersees und liegt in der gleichnamigen Gemeinde, einige Kilometer östlich von Bad Segeberg. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Herrenhaus gilt neben dem Anwesen von Gut Güldenstein (Grömitz) als eines der herausragenden Werke der Barockarchitektur in der Region Holstein. Das Anwesen steht zudem als Tagungs- und Eventlocation zur Verfügung.

Schloss Ahrensburg mit edlem Interieur

Das strahlend weiße Schloss Ahrensburg mit seinen markanten Ecktürmen steht im Kreis Stormarn. Um 1585 im Stil der Renaissance erbaut, ist es bis heute ein einzigartiges Zeugnis schleswig-holsteinischer Adelskultur. Besucher können sich über das historische Erbe im Museum informieren, Feste und Veranstaltungen wie der Kinosommer und Konzerte finden regelmäßig statt, außerdem können hier Trauungen vorgenommen werden.

Wertvolle Deckenmalereien im Schloss Reinbek

Das Schloss Reinbek ist ein Bau im Stil der niederländischen Renaissance und wurde 1576 errichtet. Später war es Sitz der königlich-dänischen Amtsmänner und des preußischen Landrats. Seit 1972 ist es im Besitz des Kreises Stormarn und der Stadt Reinbek. Es wurde umfassend restauriert und dient seither als Kultur- und Kommunikationszentrum.

Kloster Nütschau – das nördlichste Benediktinerkloster

Das Nütschauer Herrenhaus ist ein für Schleswig-Holstein typisches Drei-Giebel-Haus aus dem Jahr 1577. Heute befindet sich hier das nördlichste deutsche Benediktinerkloster. Führungen über das Gelände und durch das Herrenhaus sind nach Anmeldung möglich. Für Tagungen und Seminare können Interessierte Räumlichkeiten mieten.

Ökologisches Gut Wulksfelde

Das Gut Wulksfelde in Tangstedt stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das Eigentum der Stadt Hamburg wird seit 1989 unter ökologischer Wirtschaftsweise betrieben und steht allen Besuchern offen. Über das ganze Jahr verteilt gibt es hier zahlreiche Veranstaltungen. Für Besucher lohnt sich auch ein Besuch im Hofladen, der Gutsbäckerei und Gärtnerei.

Gut Altfresenburg

Das Herrenhaus Altfresenburg liegt zwischen Bad Oldesloe und Schlamersdorf. Das adlige Gut wurde 1791 erbaut. Architekt dieses Hauses war Christian Friedrich Hansen, der zu seiner Zeit eine Berühmtheit war. Altfresenburg ist eines der letzten komplett erhaltenen Herrenhäuser, die Hansen entworfen hat, und zählt damit zur Architekturgeschichte. Für kulturelle Veranstaltungen wird das Anwesen zweitweise für Besucherinnen geöffnet.

Berühmte Dichter und Denker auf Gut Emkendorf

Das Gut Emkendorf blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Herrenhaus wurde um 1730 im spätbarocken Stil erbaut. Auf dem Gut befindet sich der Literatursalon, wo damals berühmte Dichter und Denker wie Friedrich Gottlob Klopstock oder Matthias Claudius ein und aus gingen. Das Gut war in dieser Zeit unter dem Namen „Weimar des Nordens“ bekannt. Emkendorf wird heute für Veranstaltungen genutzt. So findet hier jedes Jahr das „Musikfest auf dem Lande“ im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestival statt.

Frische Früchte auf Gut Steinwehr

Heute ist das Gut Steinwehr mehr unter dem Namen Himbeer- und Erdbeerhof Steinwehr bekannt. Erstmalig erwähnt wurde Steinwehr im Jahr 1762. Aus dem Jahr 1932 stammt das Herrenhaus. Seit den 80er Jahren hat der Obstanbau auf Gut Steinwehr Tradition. Für besondere Anlässe kann der Festsaal angemietet werden.

Caspar-von-Saldern-Haus als Kulturhochburg

Das Caspar-von-Saldern-Haus wurde 1746 erbaut und ist das älteste Baudenkmal Neumünsters. Caspar von Saldern (1711-1786) wurde als Spross einer holsteinischen Bauern- und Beamtenfamilie in Apenrade geboren und gehörte zu den wenigen bürgerlichen Aufsteigern, die es im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zum Adelstitel brachten. Das Caspar-von-Saldern-Haus bietet heute feste Kulturangebote an.

Stattliches Eutiner Schloss

Imposanter geht es kaum: Die vierflügelige Anlage des Eutiner Schlosses, von außen norddeutsch-backsteinern, südländisch anmutendem Innenhof mit Brunnen und Wassergraben, liegt am Großen Eutiner See und ist umgeben von einem Landschaftsgarten. Die spätere Zarin Katharina die Große berichtete vom Leben im Schloss, wo sie ihren Ehemann, Prinz Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorf, später Zar Peter, kennenlernte. Im ausgehenden 18. Jahrhundert weilten Goethe-Maler Tischbein und der Homer-Übersetzer Voss im Schloss. Heute ist das Schloss ein Museum.

Schloss Plön

In idyllischer Natur und direkt am Großen Plöner See gelegen, ist das Plöner Schlossgebiet eine der schönsten Schlossanlagen im Norden. Zentrum ist das Plöner Schloss. Der Plöner Herzog Joachim Ernst ließ während des Dreißigjährigen Krieges an der Stelle der alten, nutzlos gewordenen Burg ein Backsteinschloss errichten. Seinen weißen Anstrich erhielt das Schloss im 18. Jahrhundert. Heute gilt das Schloss als Wahrzeichen Plöns und beherbergt eine Bildungsstätte. Seine bewegende Geschichte können Interessierte bei einer Führung durch die historischen Räume erfahren.

Prinzenhaus Plön

Das Prinzenhaus zu Plön, auch genannt die Perle des Rokokos, ist eines der bedeutendsten Rokokogebäude Norddeutschlands. Im von 1730 bis 1748 angelegten Barockgarten des Schlosses wurde ein Pavillon – das Prinzenhaus – errichtet, der als Gartenschlösschen für Herzog Friedrich Carl diente.“ Wer mehr in die Vergangenheit eintauchen möchte, erfährt bei Führungen amüsante Alltagsanekdoten ihrer einstigen Bewohner. Besonders stimmungsvoll wird es bei einer geführten abendlichen Fackelwanderung.

Möllner Gebäudeensemble

Die herzogliche Geschichte Möllns ist auf die von 1359 bis 1683 regierenden lauenburgischen Herzöge zurückzuführen. Der Stadthauptmannshof ist der Sitz der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Es handelt sich um ein Gebäudeensemble, das zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert entstanden ist. Im Stadthauptmannshaus befinden sich der Ritter- und Festsaal. Im historischen Rathaus befindet sich ein Museum.

Lauenburger Schlossturm

Das Lauenburger Land ist besonders durch den Herzog Heinrich der Löwe geprägt, denn dieser steht mit wesentlichen Ereignissen, wie zum Beispiel der Salinenförderung, in Verbindung. Des Weiteren bildet der Bau der Feste Lavenburg 1182 in Lauenburg durch den Herzog Bernhard von Askanien ein wichtiges historisches Ereignis. Eines der ältesten Bauwerke ist der Lauenburger Schlossturm, welcher noch heute besichtigt werden kann.

Ratzeburger Dom

Die Verbindung zwischen Ratzeburg und den Herzögen ist bereits im Stadtnamen wiederzufinden. Ein slawischer Fürst namens Ratibor ist demnach der Namensgeber der Burg sowie der späteren Stadt. Des Weiteren ist Ratzeburg durch den Herzog Heinrich der Löwe stark geprägt – er gab den Bau des Ratzeburger Doms in Auftrag. Noch heute kann man das Wappentier des welfischen Herzogs vor dem Dom in Augenschein nehmen.

Herrenhaus in Seedorf

Das Herrenhaus in Seedorf entstand 1697. Um 1750 wurde das Gebäude am Seedorfer See erweitert. Seinen endgültigen Zustand erhielt das klassizistische Bauwerk ab dem Jahr 1892. Im Gewölbekeller befindet sich eine vollwertige Gastronomie.

Gut Groß Zecher als Ferienanwesen

Auch auf dem Gut Groß Zecher am Schaalsee sind Spuren einer fürstlichen Geschichte zu finden. Zwar war einer der bekanntesten Gutsbesitzer Ottokar v. Witzendorff kein Herzog, jedoch war ihm als Landrat eine wichtige Rolle zugeteilt: Er trug die lauenburgische Krone, als es zu den Verhandlungen für die Übergabe des Herzogtums an Preußen König Wilhelm I. ging. Vor knapp 20 Jahren wurde das Gut zum Feriengut umfunktioniert.

Gut Wotersen

Das Gut Wotersen, auch Schloss Wotersen genannt, wurde 1717 von der Familie von Bernstorff übernommen. 1767 wurde das Gutshaus schließlich zu einer prunkvollen Barockanlage ausgebaut. Heute befindet sich das Gut in Besitz der Familie Gaedeke. In der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Reithalle werden noch heute Feste veranstaltet.

Spiegelsaal auf Schloss Breitenburg

Schloss Breitenburg bei Itzehoe wurde 1530 errichtet. Das Anwesen ist der wichtigste Adelssitz im Besitz der Rantzaus. In seiner fast 500-jährigen Baugeschichte entwickelte sich das Herrenhaus von einem befestigten Renaissance-Sitz zu einem Landschloss. Berühmt ist das Schloss Breitenburg für seinen Spiegelsaal, den Rittersaal, die Thorwaldsen-Galerie, die Bibliothek und den Landschaftspark. Die Besichtigung ist nur nach Voranmeldung möglich.

Schloss Rantzau in Barmstedt

Der Rantzauer See mit seiner idyllischen Schlossinsel ist einzigartig in Schleswig-Holstein. Das Schloss Rantzau wurde 1806 erbaut und war lange Zeit Stammsitz der Familie Rantzau, später Sitz des Amtsgerichts.1984 schenkte das Land die Schlossinsel der Stadt Barmstedt. Mehrmals im Jahr locken verschiedene Veranstaltungen Interessierte rund um das Schloss.

Heiligenstedtener Herrenhaus

Das Schloss in Heiligenstedten bei Itzehoe ist eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Region. Das Schloss war ursprünglich ein im Jahre 1717 gebautes Herrenhaus, das durch eine Sturmflut 1756 schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. 1769 wurde das Gebäude neu errichtet. Veränderungen an der Fassade in den Jahren 1851 bis 1853 führten zu dem heute bekannten Aussehen. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.

Herrenhaus Quarnbek

Das Gut Quarnbek wurde 1282 zum ersten Mal erwähnt. Der älteste bekannte Besitzer war der Ritter Schak Rantzau. Das Herrenhaus wurde im 16. Jahrhundert als Wasserburg gebaut. Hans Henrich von Kielmannsegg ließ 1671 das Torhaus mit Blickachse auf die Wasserburg errichten. Die Wasserburg wurde Ende des 18 Jahrhunderts abgerissen und durch das 1903 erbaute Herrenhaus ersetzt, welches sich in Privatbesitz befindet.

Gut Hanerau mit Waldfriedhof

Der Standort des Guts Hanerau wurde im 12. Jahrhundert als Burg der Holsteiner Grafen begründet. Nach den Dithmarschenkriegen 1525 wechselte das Gut häufig den Besitzer. In dieser Zeit entstand die erste bildlich überlieferte Burg. Nach 1664 wurde ein Herrenhaus erbaut. 1799 übernahmen Anna und Johann Wilhelm Mannhardt die Restflächen des Guts betrieben dort eine Tuchfabrik. Heute können Besucher auf dem Gut Urlaub machen. Sogar Bestattungen auf dem Waldfriedhof sind auf Anfrage möglich.

Gut Bossee mit Hofladen

Bossee gehörte im Mittelalter den Herren vom Westensee. Diese Raubritter starben im 14. Jahrhundert aus. Um 1715 wurde das Gutshaus umgebaut und 1760 die Kavaliershäuser erbaut. 1783 ließ der neue Besitzer die Hofglocke gießen, die bis heute stündlich schlägt. Seit 1824 gehört Gut Bossee der Familie von Bülow. Heute gibt es auf dem Gut einen Hofladen und das Angebot für verschiedene kulturelle Veranstaltungen.

Bio-Wein von Gut Deutsch-Nienhof

Das Gut Deutsch-Nienhof inmitten des Naturparks Westensee. Kern von Deutsch-Nienhof ist das klassizistische Herrenhaus und der Landschaftspark. Heute ist das Gut das nördlichste Bio-Weingut Deutschlands. Anfang des 16. Jahrhunderts war es im Besitz der Familie Rantzau, die eine dreiflügelige Wasserburg errichteten. Auf dem Gut kann regional im Hofladen eingekauft werden, Wein probiert oder auch Urlaub gemacht werden.

Gut Marutendorf: Übernachten wie ein Graf

In der Nähe des Westensees gelegen befand sich das Gut Marutendorf seit 1309 im Besitz der Ritter von Marute. Im 17. Jahrhundert wechselte der Besitz mehrfach. Ab 1788 übernahm Peter Anton das Gut und ließ das Herrenhaus erbauen. Heute gibt es einen biolandwirtschaftlichen Betrieb. Interessierte können auf dem Hof übernachten.

Gut Georgenthal als Marktfruchtbetrieb

Die Ländereien des heutigen Guts Georgenthal gehörten zu Osterrade und wurden durch den Bau des Alten Eiderkanals vom Haupthof abgetrennt. Daraufhin wurde 1798 der Meierhof Georgenthal angelegt. 1806 wurde die Privilegierung als adeliges Gut erwirkt. Das Herrenhaus stammt aus der Entstehungszeit des Hofes und ist bis heute erhalten